TIGER LILLIES
Ihr schräger, komödiantisch-tragischer Stil, originelle Kostüme/Masken,
der Falsettgesang, eine Instrumentierung aus Akkordeon, Drums,
singender Säge und Piano machen sie zu einer ganz einzigartigen Band.
Schlagworte wie „schräg, dunkel, skurril, exzentrisch und viel
schwarzer Humor“ kommen einem bei den Tiger Lillies sofort in den Sinn.
Als Hauptinspirationsquelle geben sie die Weilschen
Brecht-Interpretationen an. So wird ihre Musik auch zumeist „Brechtian
Punk Cabaret“ genannt. Es ist eine Mischung aus Varieté, Kabarett, Punk
und Gypsymusik.
Die Texte sind nichts für Wertkonservative. In makabrer Überhöhung
behandeln sie Themen wie Drogenabhängigkeit, gesellschaftliches
Außenseitertum, Blasphemie, Prostitution, Abtreibung, Mord, perverse
sexuelle Fantasien wie Sodomie, Vergewaltigung oder Inzest – wo auch
immer es Anrüchiges gibt, setzten sie provokant noch eines drauf. Wie
die Faust aufs kreative Auge passen da die großen Tiger Lillies-Fans
Matt Groening, Vater der Simpsons und „Monty Python’s“ Terri Gilliam.
Die dreiköpfige Gruppe wurde 1989 in London gegründet und hat bisher an
die 20 Alben veröffentlicht. Ihren internationalen Durchbruch erzielten
sie Ende der 1990er Jahre mit dem Theaterwelthit “Shockheaded Peter“
(Der Struwelpeter), bei den Wiener Festwochen 2001 sorgte es für
Publikumsansturm und Kritikerlobeshymnen und gipfelte schließlich mit
einer Auszeichung für Sänger/Texter Martyn Jacque mit dem Laurence
Olivier Award, dem hoch angesehenen Theaterpreis der Gesellschaft der
Londoner Theater. 2003 wurden sie für ihr Projekt “The Gorey End“ sogar
mit einer Grammy-Nominierung belohnt. Ihr Mozart-Musical „Die
Weberischen“ von Autor Felix Mitterer führte im Mozartjahr 2006 im
Museumsquartier zu wahren Jubelstürmen. Im gleichen Jahr machten sie
mit dem ebenso extravaganten Projekt “Mountains of Madness“ gemeinsam
mit dem Bassisten der Einstürzenden Neubauten Alexander Hacke und der
Berliner Künstlerin Danielle de Picciotto in Hamburger und Wien von
sich reden, indem sie die makabren Geschichten von H. P. Lovecraft
düster und bildgewaltig inszenierten.
Zuletzt haben sie Anfang 2009 mit zwei ausverkauften „regulären“
Konzerten bei uns in der ((szene)) Wien begeistert. Das fordert
eindeutig Wiederholung. – Wir freuen uns sehr!
http://www.tigerlillies.com
http://www.myspace.com/thetigerlillies
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